Scharfe Kritik an Polizei – Großes Zeichen gegen rechte Gewalt erwartet

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Heilbronn, 21. Februar 2018: Netzwerk gegen Rechts Heilbronn kritisiert die Arbeit der Polizei scharf. Für Freitag wird ein großes Zeichen gegen rechte Gewalt erwartet.

Das Netzwerk gegen Rechts Heilbronn (NgR) ruft für Freitag, den 23. Februar 2018, um 18.00 Uhr zu einer Mahnwache gegen rechte Gewalt auf. Die Kundgebung wird auf dem Marktplatz Heilbronn stattfinden, die Veranstalter rechnen mit einem großen Zeichen der Heilbronner Zivilbevölkerung gegen rechte Gewalt. Das Netzwerk erwartet mindestens 300 Teilnehmer.

Hintergrund ist die rassistisch motivierte Messerattacke eines 70-jährigen Manns auf drei junge Flüchtlinge vor der Heilbronner Kilianskirche. Ein 17-Jähriger aus Afghanistan wurde dabei schwer verletzt. Ein Syrer und ein Iraker kamen mit leichten Verletzungen davon.

Florian Vollert, Kreissprecher der Partei die Linke Heilbronn dazu: „Der Angriff hat uns in seiner Brutalität überrumpelt. Völlig überraschend kommt er nicht. Die Stimmungsmache gegen Geflüchtete hat in den vergangenen Monaten und Wochen an Fahrt aufgenommen. Rechte Hetzer schüren immer wieder gezielt Ängste und tragen somit zu solchen Taten bei.“

Das Netzwerk kritisiert die Arbeit der Polizei nach der Tat scharf, Stefan Reiner, Organisierte Linke Heilbronn (IL): „Nicht nur wurde die Nationalität des Täters erst falsch herausgegeben und somit Ressentiments geschürt. Schlimmer empfinden wir die Äußerungen der Polizei, dass es sich um ein Zeichen gegen die Asylpolitik handelt. Wäre es umgekehrt gewesen würden sie von Terror sprechen. Diese Relativierung des rassistischen Angriffs ist Teil des Problems und das Problem heißt Rassismus.“

Das Netzwerk gegen Rechts sieht mit dieser Tat eine rote Linie überschritten, nach der es kein Zurück gibt. An Tang, Kreisvorsitzender der Jusos Heilbronn: „Wir müssen jetzt entschlossen für eine Stadt einstehen, in der Rassismus und Hass keinen Platz haben. Deswegen rufen wir alle Heilbronner dazu auf, am Freitag zusammen mit uns Gesicht gegen rechte Gewalt zu zeigen.“