Wir stellen uns quer!

Veröffentlicht in: 1. Mai 2011, Pressemitteilung | 0

29.04.2011: Am kommenden Sonntag, den 1. Mai 2011, wollen Neonazis in Heilbronn aufmarschieren. Die GRÜNE JUGEND Baden-Württemberg unterstützt das Bündnis „Heilbronn stellt sich quer!“ und ruft zur Teilnahme an den Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch auf.

„Es ist eine traurige und schändliche Tradition, dass alte und neue Nazis regelmäßig den Tag der ArbeiterInnenbewegung am 1. Mai missbrauchen, um für ihre rassistische Hetze und menschenfeindliche Propaganda zu werben. In diesem Jahr wird die Ausweitung der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU zum Anlass genommen, um in der bekannt ausländerfeindlichen Manier zu hetzen und Ängste in der Bevölkerung zu schüren“, erklärt Oliver Hildenbrand, Landessprecher der Grünen Jugend Baden-Württemberg.

„Der gewalttätige Angriff auf neun Jugendliche in Winterbach hat erst jüngst gezeigt, dass die Nazis auch vor brutalen Angriffen nicht zurückschrecken. Rechtsextremismus und rechte Gewalt sind auch in Baden-Württemberg ein echtes Problem. Deshalb ist es ein wichtiges Signal, dass wir uns gemeinsam mit einem breiten Bündnis gesellschaftlicher und politischer Gruppen an den Protesten in Heilbronn beteiligen und den Naziaufmarsch gewaltfrei blockieren“, führt Jessica Messinger, Landessprecherin der Grünen Jugend Baden-Württemberg weiter aus.

„Wir wollen gemeinsam mit den vielen engagierten Initiativen vor Ort verhindern, dass Nazis durch Heilbronn marschieren können. Wo offen Rassismus und Antisemitismus zur Schau gestellt werden, da reicht symbolischer Protest außer Sichtweite nicht aus. Wir werden deshalb versuchen, uns mit Mitteln des zivilen Ungehorsams den Nazis in den Weg zu stellen. Wir kritisieren es, dass dieser völlig berechtigte und zugleich notwendige Protest von Seiten der Stadt und der Polizei kriminalisiert wird. Es ist inakzeptabel, die Nazis unbehelligt durch Heilbronn marschieren zu lassen. Deshalb stellen wir uns quer – bunt und lautstark, friedlich und entschlossen“, erklären Messinger und Hildenbrand abschließend.