Breiter Protest gegen rechte Kundgebung angekündigt

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Heilbronn, 4. Februar 2016: Rechte Kundgebung auf dem Kiliansplatz geplant. Zivilgesellschaftliche Gruppen kündigen Protest in Hör- und Sichtweite an.

Unter dem Motto „Zusammen stehen – Gegen Rassismus und rechte Parolen!“ werden am Sonntag, den 7. Februar 2016, Heilbronnerinnen und Heilbronner gegen eine rechte Kundgebung auf die Straße gehen. Auf dem Kiliansplatz wollen vornehmlich russlanddeutsche Kreise demonstrieren. Angekündigt ist deren Aktion unter dem Slogan „Heilbronn wach auf“. Auch rechte Gruppen und Nazis rufen im Internet zur Teilnahme auf, z.B. „Widerstand Baden-Württemberg“ oder ein Heilbronner „PEGIDA“-Ableger.

Mit einer gemeinsamen Gegenkundgebung wollen verschiedene Gruppen Gesicht gegen Rassismus und rechte Parolen zeigen. „Den Versuch, sexistische Gewalt gegen Frauen und Mädchen für die Hetze gegen Geflüchtete zu instrumentalisieren, weisen wir gemeinsam zurück!“ heisst es im gemeinsamen Aufruf.

Die Gegenkundgebung wird ab 13.30 Uhr in der Fleinerstraße am Kiliansplatz statt finden und wird organisiert vom „Netzwerk gegen Rechts Heilbronn“ (NgR). Unterstützt wird die Aktion vom DGB Heilbronn, von „Heilbronn sagt nein“ und von Ver.di Heilbronn-Neckar-Franken.


Der gemeinsame Aufruf:
Zusammen stehen – Gegen Rassismus und rechte Parolen!

Am Sonntag, den 7. Februar 2016 planen vornehmlich russlanddeutsche Kreise eine Kundgebung auf dem Kiliansplatz in ‪Heilbronn‬. Die Aktion soll unter dem Motto „Heilbronn wach auf“ stehen. In ihrem kurzen Aufruf fordern die InitiatorInnen härtere Strafen bei Vergewaltigungen und mehr Schutz der BürgerInnen vor der angeblich zunehmenden Gewalt im Land. Die Aufrufenden wollen die „Regierung zum Umdenken bewegen.“

Auslöser der Kundgebung ist der Fall einer 13-Jährigen aus Berlin-Marzahn. Die Eltern des Mädchens hatten zunächst behauptet, ihre Tochter sei von „Südländern“ entführt und vergewaltigt worden. Mittlerweile ist klar, dass das Mädchen eine Nacht bei einem Bekannten verbrachte.

Auch rechte Gruppen und Nazis rufen zu der Aktion  am Sonntag auf, z.B. die Gruppierung „Widerstand Baden-Württemberg“. Bei einer spontanen Kundgebung in Heilbronn vor einigen Tagen verbreiteten Russlanddeutsche bereits rassistische Phrasen wie „Grenzen zu – Rest raus.“

Wir zeigen Gesicht gegen rechte und rassistische Parolen – egal von welcher Seite sie kommen.
Den Versuch, sexistische Gewalt gegen Frauen und Mädchen für die Hetze gegen Geflüchtete zu instrumentalisieren, weisen wir gemeinsam zurück!
Feminismus ist und bleibt antirassistisch!